Begleitstudie „Fachkulturen“ für den Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN) 2021 – Wissenschaftliche Karrierewege in vier ausgewählten Fächern


Gegenstand

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler tragen in hohem Maße zu Erkenntnisgewinn und Innovation bei, und ihre Wege  zur Professur entscheiden somit auch über die Qualität der Forschung an Universitäten. Der Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN) nimmt daher seit 2007 regelmäßig deren Karriereentwicklungen, -entscheidungen und -perspektiven in den Fokus. In einer Begleitstudie werden im BuWiN 2021 erstmals vier ausgewählte Fächer vertieft untersucht, die unterschiedliche Kulturen des Forschens, Zusammenarbeitens und Publizierens widerspiegeln: Biologie, Elektro- und Informationstechnik, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften.


Forschungsfragen

  • Wie kann die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in verschiedenen Karrierestufen innerhalb der ausgewählten Fächer beschrieben werden? Was sind die Gemeinsamkeiten, worin bestehen die Unterschiede?
  • Was muss man tun und welche Eigenschaften muss man aufweisen, um in den jeweiligen Fächern erfolgreich zu sein und auf eine Professur berufen zu werden? Was hat sich in dieser Hinsicht in den letzten Jahren verändert?
  • Wie sieht ein typischer Karriereweg in den ausgewählten Fächern aus? Gibt es Raum für untypische Verläufe?

 

Aktuelles

Die Begleitstudie „Fachkulturen und wissenschaftliche Karrieren“ wurde am 19.2.2021 als Teil des „Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2021 – Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland“ (BuWiN) veröffentlicht. 

Den gesamten BuWiN, in den in Kapitel B8 (S. 190-200) wesentliche Ergebnisse der Begleitstudie integriert wurden, finden Sie hier.

Einen Podcast zur Begleitstudie mit O-Tönen aus den Fächern Biologie und Geschichte finden Sie hier.

Für eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere braucht es Begeisterung, Beharrlichkeit, viel harte Arbeit, einen gelassenen Umgang mit Unsicherheit und ein bisschen Glück. Dies zeigte sich in allen vier untersuchten Fächern: Biologie, Geschichte, Betriebswirtschaftslehre und Elektro- und Informationstechnik.

Wesentliche fachkulturelle Unterschiede liegen zum einen in den Forschungs- und Publikationsformen – etwa wie arbeitsteilig die Forschung organisiert ist und über welche Veröffentlichungsformate sich Reputation aufbauen lässt. Zum anderen gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen den Möglichkeiten, die sich Hochschulabsolventinnen und Absolventen, Promovierten und Post-Docs der verschiedenen Fächer auf dem außeruniversitären Arbeitsmarkt eröffnen. Im Zusammenspiel dieser Faktoren entstehen verschiedene Rahmenbedingungen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den einzelnen Fachrichtungen und damit auch unterschiedliche Herausforderungen für die Forschungs- und Nachwuchsförderung.

Für die Studie wurde eine Sonderauswertung von Zahlen aus der amtlichen Statistik mit insgesamt 16 Experteninterviews mit Professorinnen und Professoren der vier Fächer kombiniert.
 

Bearbeiter

Dr. Maike Reimer, Dr. Thorsten Lenz, Dr. Johanna Witte