Schlaglichter der Hochschulforschung - die Podcast-Reihe des IHF

Folge 8: Die Auswirkungen von Corona auf die Resilienz von MINT-Studierenden

Seit mehr als 20 Monaten sind Studierende mit Studienbedingungen konfrontiert, die sich aufgrund der Coronapandemie häufig ändern. Viele Studierende erleben mit dem Remote-Studium monatelange Isolation und eingeschränkte Lernmöglichkeiten. Für die psychische Widerstandsfähigkeit, oder Resilienz, stellt diese Zeit eine große Herausforderung dar. Es zeigt sich jedoch, dass der Studienerfolg und die Wahrscheinlichkeit das Studium abzubrechen stark mit der Resilienz in Verbindung steht. Besonders in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) ist die Förderung von Resilienz von Seiten der Universität wichtig. Wie die Studierenden genau auf die Einschränkungen der Coronapandemie reagieren und was die Hochschulen tun können, um die Resilienz der Studierenden zu fördern, darüber sprechen Prof. Dr. Yvette Hofmann und Daniela Datzer vom Verbundprojekt Rest@MINT in der neuen Folge des IHF-Podcast.

Zur Mediathek

Veröffentlichung

Praxisleitfaden für Hochschulen zur Stärkung der akademischen Resilienz erschienen


Drei Digitalsemester verlangten den Studierenden viel ab. Aber was können Hochschulen hier tun? Wie können sie die akademische Resilienz ihrer Studierenden stärken? Welche Maßnahmen stehen hierfür zur Verfügung? Und welche Maßnahmen sind für welche Studierendengruppe besonders geeignet? Diesen Fragen ging eine Forschergruppe des Bayerischen Staatsinstituts für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) und des Instituts für Leadership und Organisation (ILO) der Ludwig-Maximilians-Universität München nach und fasste die Antworten hierzu in einem umfassenden, praxisorientierten Leitfaden zusammen. 

Der soeben veröffentlichte Leitfaden "Resilienz gezielt stärken. Interventionsmöglichkeiten für Hochschulen zur Förderung der akademischen Resilienz ihrer Studierenden" richtet sich an alle Hochschulakteure, welche die akademische Resilienz ihrer Studierenden aktiv stärken wollen. 

IHF-Forschungskolloquium „Hochschulforschung im virtuellen Dialog“

Vortrag von Prof. Dr. Bernd Kleimann zum Thema "Wertplurale Governance – ein neues Regime jenseits von NPM?" 


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Hochschulforschung im Dialog" laden wir Sie herzlich ein zu dem Vortrag "Wertplurale Governance – ein neues Regime jenseits von NPM?" von Prof. Dr. Bernd Kleimann, Leiter der Abteilung "Governance in Hochschule und Wissenschaft" des DZHW und Inhaber der gleichnamigen Professur am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel.

Das New Public Management als leitende Reformidee im Hochschulbereich der letzten Jahrzehnte hat heute an Schwungkraft verloren – sei es aufgrund des Scheiterns allzu hochfliegender Erwartungen, sei es aufgrund der partiell erfolgreichen Implementierung von NPM-Steuerungsinstrumenten und Handlungslogiken. Inzwischen zeichnen sich verstärkt die Konturen eines neuen Governance-Regimes ab, das mit einer immer umfassenderen Einbettung der Hochschulen in eine Pluralität von Wertsphären einhergeht. In welchem Verhältnis diese „wertplurale Governance“ von Hochschulen zur Hochschulexpansion, zum Diskurs um die Third Mission und eben zum NPM steht, wird im Beitrag ausgelotet. Strukturelle Konsequenzen einer wertpluralen Governance von Hochschulen kommen dabei am Beispiel des Wertkomplexes der Nachhaltigkeit zur Sprache.

Das Forschungskolloquium des IHF findet in diesem Jahr virtuell statt.

Die Veranstaltung findet am 7.12.2021 zwischen 12:00 und 13:00 Uhr statt. Anmeldungen sind bis 6.12.2021 unter Kolloquium (at) ihf.bayern.de möglich.

Beiträge zur Hochschulforschung Ausgabe 4/2021 erschienen

Beiträge zur Hochschulforschung - Ausgabe 4/2021

Issue 4, 2021


Diese englischsprachige Aufgabe der „Beiträge zur Hochschulforschung“ stellt die Medizinerausbildung an der Schnittstelle von Lehre, Forschung und Patientenversorgung in den Fokus. Auf einen Überblicksartikel von Professor Olle ten Cate (Universität Utrecht) zu Stand und Entwicklung der medizinischen Ausbildungsforschung weltweit folgen Analysen zu den Verfahren der Studierendenauswahl, zu didaktischen und pädagogischen Aspekten der kompetenzorientierten Lehre, zu Aspekten der wissenschaftlichen und weiteren Bildung nach Abschluss des Studiums sowie zu interprofessionellen Ansätzen in der Medizin- und Pflegeausbildung.

Schlaglichter der Hochschulforschung - die Podcast-Reihe des IHF

Folge 7: Herausforderungen in der universitären Medizinerausbildung


Das Medizinstudium ist eines der umfangreichsten Studienfächer, die an Universitäten unterrichtet werden. Zukünftige Ärztinnen und Ärzte müssen für ihren Beruf theoretisch aber auch praktisch umfassend ausgebildet werden. Es hängen schließlich Menschenleben von den Entscheidungen einer Ärztin oder eines Arztes ab. Gleichzeitig wächst das Wissenschaftsfeld der Medizin stetig, so dass ein Studierender heutzutage im Vergleich zum Studium vor 30 Jahren, in der gleichen Studienzeit das doppelte lernen muss. Wie wird also das Medizinstudium der Zukunft aussehen? Welchen Herausforderungen müssen sich Medizindidaktikerinnen und Medizindidaktiker stellen und welche Innovationen können sie mitgestalten? Hierzu haben wir in unserer neuen Folge der „Schlaglichter“ mit Prof. Dr. Pascal Berberat von der TU München und mit Prof. Dr. Martin Fischer vom Klinikum München gesprochen.

Zur Mediathek

Veröffentlichung

Building skills in the context of digital transformation: How industry digital maturity drives proactive skill development


Gerade im Kontext der digitalen Transformation benötigen Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus eigener Initiative und zukunftsorientiert (proaktiv) ihre Kompetenzen weiter entwickeln: dem "Future of Jobs Report 2018" des World Economic Forums folgend muss(te) mehr als jeder zweite Arbeiternehmer/jede zweite Arbeitnehmerin bis zum Jahr 2022 an Trainings und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Deshalb ist es relevant zu verstehen, unter welchen Bedingungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer proaktiv ihre Kompetenzen weiter entwicklen. Wir haben mit Daten der Bayerischen Absolventenstudie  und des Mannheimer Innovationspanels untersucht, ob und warum der Digitalisierungsgrad in Branchen den proaktiven Kompetenzerwerb von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern beeinflusst. Unsere Studie deutet darauf hin, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eher proaktiv ihre Kompetenzen weiter entwicklen, wenn sie die Digitalisierung eher als kontrollierbar und als Chance für den eigenen Arbeitgeber wahrnehmen und dass diese Wahrnehmungen mit dem Digitalisierunggrad in Branchen zusammenhängen.

Über diesen Link ist das vom Journal of Business Research publizierte Paper bis Ende November 2021 kostenlos beziehbar.

Veröffentlichung

Die Pandemie als Treiber der digitalen Transformation der Hochschulen?


Während der Coronapandemie wurden Lehre, Forschung und administrative Tätigkeiten fast vollständig in den virtuellen Raum verlegt. In Kooperation mit dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) hat das IHF eine Befragung unter knapp 4.000 Professorinnen und Professoren sowie gut 2.000 Studierenden durchgeführt.  Deren Rückmeldungen zu den Herausforderungen der Digitalisierung in Forschung und Lehre und der Unterstützung durch die Hochschulen wurden in einem Abschlussbericht zusammengefasst und auf der Jahrestagung des bidt vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen: Den Hochschulen wird in weiten Teilen ein gutes Krisenmanagement bescheinigt.  Für einen strategischen Ausbau digitaler Lernformate sind die Voraussetzungen durch den „Digitalisierungsschub“ günstig.

Die Pandemie als Treiber der digitalen Transformation der Hochschulen?

IHF kompakt erschienen

Kongress für Hochschulinnovation: Kernelemente eines zukunftsfähigen Hochschulsystems

Das IHF kompakt "Kernelemente eines zukünftigen Hochschulsystems" bereitet die wichtigsten Ergebnisse des Kongresses für Hochschulinnovation am 14. Juni 2021 in strukturierter Form auf. Auf diesem Kongress diskutierten auf Einladung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz Nixdorf Stiftung hochrangige Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft über die Frage, was Hochschulen und Wissenschaft in Deutschland benötigen, um innovative Beiträge zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung leisten zu können.

Stellenausschreibung

Wissenschaftliche Mitarbeiterstelle (E13 TV-L)


Das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) sucht einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d) (E13 TV-L, 75%) ab sofort oder später, zunächst befristet auf ein Jahr - eine Verlängerung auf insgesamt drei Jahre ist beabsichtigt.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Austausch mit dem StMWK

Studie zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft


Im Auftrag des StMWK (PM 209 vom 17.09.2020) untersucht das IHF, inwiefern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen in Deutschland gleich behandelt werden. Erste Auswertungen der Befragungen DiHS.c, ProfQuest II und ResearchQuest zeigen, dass Ungleichbehandlung häufiger von Professorinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen als von ihren männlichen Kollegen wahrgenommen wird. Auch ist der Anteil an Wissenschaftlerinnen mit wenigen Räumen, Mitarbeiterstellen und/oder Sachmitteln höher als der Anteil an Wissenschaftlern. Als besonders wirksame Instrumente der Frauenförderung nehmen Wissenschaftlerinnen am häufigsten berufsbezogenes Mentoring und Coaching, Angebote zur Betreuung oder Pflege von Familienangehörigen, die Chancengleichheitsmaßnahmen der DFG in den jeweiligen Förderverfahren sowie Wiedereinstiegsstipendien wahr.
 

Veröffentlichung

"Innovationen in Forschung und Lehre. Was hemmt, was fördert Innovationen?"


So lautet der Titel des Beitrags von Esther Ostmeier und Professorin Isabell Welpe in Forschung & Lehre (9|21, Erscheinungsdatm 31.08.2021). Im Zentrum des Artikels stehen die Einschätzungen und Vorschläge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Thema Innovationen in Forschung, Lehre und Verwaltung. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von Professorinnen und Professoren sowie von Forschungsgruppenleiterinnen und -leitern in den Bereichen MINT und Wirtschaftswissenschaften an bayerischen Universitäten.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

In den Medien

Learning Analytics: Die erste echte Innovation in Schulen


Unter der Rubrik "Die Position" in dem Medium ZEIT ONLINE entwickeln Professorin Isabell Welpe und Esther Ostmeier Ideen, wie Learning Analytics in Schulen eingesetzt und innovativ genutzt werden kann.

Weitere Impulse und Publikationen zu der Frage, in welche Richtung die Schulbildung in Deutschland weiter gedacht werden sollte, finden Sie hier

Veröffentlichung

Evaluationsbericht zur BayWISS-Verbundpromotion

Mit dem Fachforum Verbundpromotion des Bayerischen Wissenschaftsforums (BayWISS) haben die bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) Absolventinnen und Absolventen von HAWs einen attraktiven und planbaren Weg zur Promotion eröffnet. Zu diesem Ergebnis kommt der nun vorliegende Evaluationsbericht des IHF basierend auf umfassenden Befragungen aller Beteiligten.

Auch über die Verbundpromotion hinaus ist BayWISS zu einer wichtigen Plattform für die Zusammenarbeit von Universitäten und HAWs in Bayern geworden. Um die Anzahl der Verbundpromotion von gegenwärtig nur rund ein Viertel der mit Beteiligung bayerischer HAWs durchgeführten kooperativen Promotionen weiter zu steigern und die Potentiale hochschulartenübergreifender Forschungskooperation zugunsten des Wissens- und Wirtschaftsstandorts Bayern zu erschließen, braucht es allerdings - neben einer stabilen, dauerhaften Finanzierung - noch mehr Zeit und einen noch konsequenteren Abbau von Hürden für die hochschulartenübergreifende Zusammenarbeit. Diese und andere Empfehlungen finden sich im letzten Kapitel des Evaluationsberichts.