Veröffentlichung

Podcasts als wichtiges Medium der Wissenschaftskommunikation


In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift DUZ – Wissenschaft & Management ist ein Artikel über die IHF-Podcastreihe Schlaglichter der Hochschulforschung erschienen. Dr. Susanne Falk und Franz Classe berichten, mit welcher Intention im Jahr 2020 das Podcast-Projekt gestartet wurde und welche Erfahrungen bis heute gemacht wurden. Außerdem wird beschrieben, was ein guter Podcast für die Wissenschaftskommunikation leisten kann und soll. Von der Konzeption bis zur Postproduktion werden die einzelnen Arbeitsschritte für eine gelungene Podcastfolge aufgezeigt und die zu beachtenden inhaltlichen und organisatorischen Aspekte ausgeführt. Der Artikel ist für alle wissenschaftlichen Einrichtungen relevant, die Podcasts als Medium der Wissenschaftskommunikation etablieren wollen.

Den Artikel finden sie hier: DUZ Wissenschaft & Management, Ausgabe 9.2022, Seite 22-24.

Veröffentlichung

Intensive Erwerbstätigkeit internationaler Studierender verlangsamt den Studienfortschritt 


Der Anteil der internationalen Studierenden, die erwerbstätig sind, steigt im Studienverlauf stark an. Doch wie wirkt sich diese Erwerbstätigkeit auf den Studienerfolg aus? Internationale Studierende mit einer höheren studienbezogenen Beschäftigungstendenz haben über die Semester hinweg im Durchschnitt bessere Semesternoten. Allerdings führen Veränderungen in der studentischen Erwerbstätigkeit nicht zu einer Veränderung in den Semesternoten. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bzw. die Erhöhung des Beschäftigungsumfangs verringern dagegen den Anteil der erreichten Leistungspunkte pro Semester. Jedoch wirkt sich nur der Übergang zu höheren Beschäftigungsumfängen (ab 11-15 h pro Woche) negativ auf den Studienfortschritt aus. Auch erfahren nur bestimmte Studierendengruppen (z.B. der Mathematik, der Naturwissenschaften und der Ingenieurwissenschaften) eine Verzögerung ihres Studienfortschritts durch höhere Erwerbsintensitäten. Studentische Erwerbstätigkeit dient auch der Sammlung von praktischen Erfahrungen und beruflichen Kontakten. Internationalen Studierenden kann daher eine studentische fachnahe Erwerbstätigkeit in geringem Umfang empfohlen werden. Analysiert wurden die ersten vier Semester des International Student Surveys mittels hybrider Panelmodelle (n = 1625).

Die Publikation von Theresa Thies in Higher Education finden Sie hier.

Themenheft zu internationalen Studierenden erschienen

Beiträge zur Hochschulforschung - Ausgabe 2-3/2022

Heft 2-3, 2022

Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe der „Beiträge zur Hochschulforschung“ stehen Studiensituation und Studienerfolg internationaler Studierender in Deutschland. Internationale Studierende sind eine tragende Säule der Internationalisierung des deutschen Hochschulsystems. Ihre Zahl ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich auf aktuell elf Prozent an der gesamten Studierendenschaft gestiegen. Die elf Beiträge des Themenhefts thematisieren unterschiedliche Phasen des Studienzyklus wie den Hochschulzugang, die Studieneingangsphase und den weiteren Studienverlauf sowie die Bleibeintentionen internationaler Studierender und den Übergang in den Beruf. Zudem befassen sich drei Beiträge mit den Folgen der Corona-Pandemie für die Studiensituation internationaler Studierender an deutschen Hochschulen.

Eine Zusammenfassung des Themenhefts ist in Ausgabe 10/2022 in Forschung & Lehre erschienen.

 

Schlaglichter der Hochschulforschung - die Podcast-Reihe des IHF

Folge 11: Promovieren in der Hochschulforschung


Eine Promotion bereitet heutzutage nicht nur auf eine wissenschaftliche Karriere vor, sondern zahlt sich auch auf dem außeruniversitären Arbeitsmarkt aus. In dieser Podcastfolge werden die Besonderheiten der Promotion in der Hochschulforschung als interdisziplinärem Forschungsfeld an einem Forschungsinstitut in den Blick genommen. Gerade die Promotion an einem Forschungsinstitut bringt im Unterschied zum Promovieren an einem Lehrstuhl an einer Universität verschiedene Besonderheiten mit sich. Zum Beispiel können berufspraktische Erfahrungen parallel zur Forschungsarbeit gesammelt werden, ohne dass man Lehrverpflichtungen erfüllen muss. Außerdem profitiert man von dem Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern anderer Disziplinen. In der aktuellen Folge der Schlaglichter der Hochschulforschung haben wir die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Christina Elhalaby und Theresa Thies zu ihren Promotionserfahrungen am IHF befragt. Außerdem haben wir mit Dr. Susanne Falk und Prof. Dr. Isabell Welpe über die Betreuung und Förderung von Promovierenden am IHF gesprochen. 

Zur Mediathek

Veröffentlichung

Zwei Beiträge im Sammelband zur Regionalen Mobilität von Studierenden erschienen


Migrationserfahrung, Wunsch nach Sicherheit und Bezug zur deutschen Kultur sind ausschlaggebend für Verbleibsintentionen internationaler Studierender in Deutschland 

57% der internationalen Studierenden plant bereits zu Beginn des Studiums einen Verbleib in Deutschland. 30% sind sich noch unsicher, und nur 14% planen, Deutschland wieder zu verlassen. Insbesondere Studierende aus Drittstaaten (Nicht-EU/EFTA) wollen prozentual häufiger nach dem Studium in Deutschland bleiben. Ausschlaggebend für den Wunsch, nach dem Studium in Deutschland zu bleiben, sind Faktoren auf der individuellen Ebene, wie etwa der Migrationsgrund und ein Bezug zur deutschen Kultur. Studierende, die nach Deutschland kamen, um in Frieden und Sicherheit zu leben, wollen seltener Deutschland wieder verlassen. Seltener gehen wollen auch Studierende, welche gute deutsche Sprachkenntisse besitzen, vor dem Studium bereits in Deutschland gelebt haben oder die eine/n Lebenspartner/in in Deutschland haben. Insbesondere Studierende der Ingenieurwissenschaften planen seltener, Deutschland wieder zu verlassen. Dies dürfte mit einer guten Arbeitsmarktperspektive im Zusammenhang stehen. 

Die Publikation von Theresa Thies finden Sie hier.

Wohin zum Master nach dem Bachelor? Angebote der Hochschule können die Entscheidung Studierender zum Teil beeinflussen

Bachelorabsolventinnen und -absolventen bleiben zum größten Teil für den Master an ihrer Heimathochschule. Dabei gibt es aber große Unterschiede zwischen Fächern (in Natur- und Ingenieurwissenschaften sind Wechsel am seltensten) sowie Hochschultypen (innerhalb desselben Faches wechseln AbsolventInnen von Universitäten häufiger als die von HaWs) - und darüber hinaus auch zwischen einzelnen Hochschulen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und hängen zum Teil mit Umständen zusammen, die die einzelne Hochschule nur sehr begrenzt beeinflussen kann - etwa die Frage, ob die Studierenden während des Studiums mobil waren und daher auch zum Master eher an eine andere Hochschule wechseln, oder die Entfernung zu anderen Hochschulen. Hingegen beeinflussen auch das Angebot an Masterstudiengängen sowie die wahrgenommene Betreuungsqualität an der Bachelor-Hochschule die Neigung, die Hochschule zu wechseln oder an der Heimathochschule zu bleiben. 

Die Publikation von Susanne Falk, Christina Klug und Maike Reimer finden Sie hier.

Veröffentlichung

Zwei Artikel im Sammelband Survey-Methoden in der Hochschulforschung erschienen


Sprachkenntnisse, Abbruch- und Fachwechselintentionen sowie finanzielle Schwierigkeiten korrelieren mit Befragungsteilnahme bei internationalen Studierenden 

Befragungen von internationalen Studierenden sind für die Analyse der Qualität von Studiengängen, des Studienerfolgs und des Studienabbruchs von entscheidender Bedeutung. Die Rekrutierung internationaler Studierender ist jedoch schwieriger als die Rekrutierung inländischer Studierender. In dem Beitrag wird untersucht, welche Faktoren eine Teilnahme an Studierendenbefragungen begünstigen oder erschweren. Die auf Basis des International Student Survey gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass die Determinanten der Befragungsteilnahme je nach untersuchter Panelwelle unterschiedlich sind. Das heißt, es gibt keine Merkmalsgruppe, die zu jedem Zeitpunkt und kontinuierlich aus der Studierendenbefragung herausfällt. Die Sprachkenntnisse der Studierenden, die durchschnittlichen Schulabschlussnoten, die Absicht, das Studium abzubrechen oder das Fach zu wechseln und die finanzielle Situation bestimmen das Antwortverhalten. Die Ergebnisse sollen Hochschulforschende dabei unterstützen, das Befragungsverhalten dieser speziellen Gruppe besser zu verstehen.

Die Publikation von Susanne Falk und Theresa Thies finden Sie hier.

Was ist „Studienqualität“ und (wie) kann man sie in Befragungen erfassen?

Ob Rankings, Akkreditierung, Evaluation oder Bildungsforschung - in vielen Zusammenhängen werden Studierende oder AbsolventInnen gebeten, Aspekte ihres Studiums anhand von Ratingskalen zu bewerten. Diese werden dann oft als ein mehr oder minder objektives Maß für die Qualität von Studienangeboten herangezogen und mit praktischen Konsequenzen verbunden: etwa unterstützen Rankings individuelle Studienentscheidungen und Evaluationsergebnisse können Hochschulentwicklungsmaßnahmen einleiten. Dieser Beitrag untersucht zentrale methodische Aspekte dieses Vorgehens, darunter die Auswahl von zu bewertenden Aspekten, deren Operationalisierung und Erhebung sowie die Konsequenzen der Aggregation auf Ebene von Studienfächern oder Hochschulen. Die Ergebnisse legen mehr Zurückhaltung bei der Verwendung von Bewertungen als Hinweise auf die objektive Qualität von Studienangeboten nahe.

Die Publikation von Steffen Hillmert, Silvia Kopecny und Maike Reimer finden Sie hier.

IHF kompakt erschienen

Kongress für Hochschulinnovation: Kernelemente eines zukunftsfähigen Hochschulsystems

Das IHF kompakt "Kernelemente eines zukünftigen Hochschulsystems" bereitet die wichtigsten Ergebnisse des Kongresses für Hochschulinnovation am 14. Juni 2021 in strukturierter Form auf. Auf diesem Kongress diskutierten auf Einladung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz Nixdorf Stiftung hochrangige Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft über die Frage, was Hochschulen und Wissenschaft in Deutschland benötigen, um innovative Beiträge zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung leisten zu können.