Themenheft "Anonyme Anschuldigungen in der Wissenschaft"

Beiträge zur Hochschulforschung - Ausgabe 1-2/2021

Heft 1-2, 2021

In den letzten Jahren scheinen sich Fälle von anonymen Anschuldigungen gegen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu häufen. An den Hochschulen selbst und in den Medien werden diese Fälle oft kontrovers diskutiert. Dabei ist das System Wissenschaft für anonyme Hinweise besonders anfällig, denn für die Glaubwürdigkeit von Forschungsergebnissen ist nicht nur die Qualität des Forschungsprozesses, sondern auch die Reputation der Forschenden ein Kriterium. Vor diesem Hintergrund untersucht die aktuelle Ausgabe der „Beiträge zur Hochschulforschung“, wie Akteurinnen und Akteure in Hochschulen, Wissenschaftsverbänden und Medien mit anonymen Anschuldigungen umgehen.

Jahresbericht 2020 des IHF erschienen

Spannendes aus der Hochschulforschung


Das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung hat seinen Jahresbericht 2020 veröffentlicht. Der Jahresbericht informiert über aktuelle wissenschaftliche Projekte am IHF zu den Themenbereichen Governance und strategische Planung, Studium, Studierende und Digitalisierung in der Lehre, Übergänge Hochschule – Arbeitsmarkt sowie Hochschullehrende und wissenschaftlicher Nachwuchs. 

Jahresbericht 2020

IHF kompakt erschienen

Internationale Studierende an deutschen Hochschulen während der Corona-Pandemie

Eine im Sommersemester 2020 durchgeführte Befragung bei internationalen Bachelor- und Masterstudierenden an deutschen Hochschulen zu den Folgen der Corona-Pandemie ergab, dass 44 % der Studierenden eine Verlängerung der ursprünglich geplanten Studiendauer aufgrund der Corona-Pandemie erwarten. 

Die aus dem Verbundprojekt „Studienerfolg und Studienabbruch bei Bildungsausländer*innen in Deutschland im Bachelor- und Masterstudium“ (SeSaBa) gewonnenen Ergebnisse liefern Einblicke in die besondere Studiensituation internationaler Studierender während des digitalen Semesters im Frühjahr 2020.

Die überwiegende Mehrheit der internationalen Studierenden bewertet die Qualität der digitalen Lehre als gut. Bei 27 % der befragten Studierenden zeigt sich jedoch eine hohe Unsicherheit gegenüber digitalen Prüfungsformaten. Nur etwa jede fünfte Studentin bzw. jeder fünfte Student konnte während des digitalen Semesters mit Kommilitoninnen und Kommilitonen in intensiven Kontakt treten. 
 

Die Zukunft der Schulbildung im Blick

Impulse zum Thema Schule 5.0


Die Schulbildung in Deutschland muss grundlegend neu gedacht werden, damit sie den gesellschaftlichen Bedarfen künftig gerecht wird: Neue Akteure (vor allem Startup Unternehmen) treten auf den Bildungsmarkt und machen klassischen Unterrichtsformen zunehmend Konkurrenz; Automatisierungsprozesse und die digitale Transformation gehen mit einem Wandel der Kompetenzbedarfe einher.

Impulse zu der Frage, in welche Richtung die Schulbildung in Deutschland weiter gedacht werden sollte, finden sie hier. 

Schlaglichter der Hochschulforschung - die Podcast-Reihe des IHF

Folge 5: Wissenschaftlicher Nachwuchs in Deutschland


Damit gute Wissenschaft entsteht, arbeiten viele Menschen tagtäglich in der Forschung und stellen die Ergebnisse der Fachöffentlichkeit in Artikeln, Büchern oder auf Konferenzen zur Verfügung. Eine Karriere in der Wissenschaft ist gekennzeichnet von hohem Arbeitseinsatz, der Weg ist oft begleitet von Unsicherheiten in den Beschäftigungsverhältnissen. Der Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN) erscheint daher einmal pro Legislaturperiode, um die neuesten Zahlen zur Promotions- und Post-Doc-Phase sowie den Karrierewegen, Beschäftigungsbedingungen und beruflichen Perspektiven für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Deutschland zu liefern.

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Veröffentlichung

Fachkulturen und wissenschaftliche Karrieren - Studie im Rahmen des Bundesberichts Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN) 2021

Am 19.2.2021 wurde der „Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2021 – Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland“ (BuWiN) veröffentlicht. Das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) hat eine Begleitstudie erstellt, in der quantitative und qualitative Daten zu wissenschaftlichen Karrieren in verschiedenen Fachkulturen kombiniert wurden.

Für eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere braucht es in allen Disziplinen Begeisterung, Beharrlichkeit, viel harte Arbeit, einen gelassenen Umgang mit Unsicherheit und ein bisschen Glück. Dies zeigte in allen vier einbezogenen Fächern (Biologie, Geschichte, Betriebswirtschaftslehre und Elektro- und Informationstechnik.

Darüber hinaus bestehen wesentliche Unterschiede in den Forschungs- und Publikationsformen – etwa wie arbeitsteilig die Forschung organisiert ist und über welche Veröffentlichungsformate sich Reputation aufbauen lässt. Auch die Möglichkeiten auf dem außeruniversitären Arbeitsmarkt unterscheiden sich stark zwischen den Fächern. So entstehen ganz verschiedene Rahmenbedingungen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einzelnen Fachrichtungen und damit auch unterschiedliche Herausforderungen für die Forschungs- und Nachwuchsförderung.

Weitere Informationen zum Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2021 finden Sie hier.

ReSt@MINT: Resilienz und Studienerfolg in MINT-Fächern

Wie Hochschulen die akademische Resilienz ihrer Studierenden fördern können


In Zeiten von COVID-19 und Digitalsemestern benötigen Studierende Resilienz bzw. psychische Widerstandfähigkeit mehr denn je. Mit Blick auf den Studienerfolg und die Studierendengesundheit gibt es für Hochschulen mehrere Ansatzpunkte, über die sie ihre Studierenden darin unterstützen können, sich in Zeiten der Krise und Belastung resilient zu verhalten. Damit Hochschulen in dieser Hinsicht informierte Entscheidungen treffen können, haben wir die im Rahmen des ReSt@MINT-Projekts gewonnenen Erkenntnisse in wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Handlungsempfehlungen übersetzt. Die Handlungsempfehlungen zur Förderung der akademischen Resilienz finden Sie hier.  

 
Professorinnen und Professoren sind Hauptakteure der digitalen Transformation der Hochschulen. Der thematische Schwerpunkt der zweiten Befragungswelle war daher auf die Erfassung des Status Quo der digitalen Transformation der Hochschulen vor Ausbruch der Corona-Pandemie gerichtet. Insbesondere interessierte dabei die Frage, wie die Professorinnen und Professoren ihre Hochschulen in Bezug auf die digitale Transformation einschätzen, welche Rahmenbedingungen sie als Voraussetzung für einen erfolgreichen Wandel verankert sehen und inwiefern sie selbst diesen Prozess aktiv voran zu treiben bereit sind.

Ergebnisbericht der zweiten Professorenbefragung ProfQuest II