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IHF zu Gast in Riad
Deutsch-saudischer Expertendialog zu den Herausforderungen des Übergangs von der Hochschule in den Arbeitsmarkt

Wie gelingt es, Hochschulabsolventen bestmöglich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten? Diese Frage stand im Zentrum des vierten Expertengesprächs der Konrad-Adenauer-Stiftung in Saudi Arabien, das unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft in Riad und in Kooperation mit dem ehemaligen Schura-Rats-Mitglied Herrn Al Kurdi am 31.10.2016 in Riad stattgefunden hat. Als Bildungsexpertinnen diskutierten Frau Prof. Dr. Welpe, wissenschaftliche Leiterin des IHF, sowie Frau Dr. Al Ghamdi, Präsidentin und Gründerin der Chief Outsiders Group, bewährte und innovative Ansätze in der Hochschulbildung. Frau Staatssekretärin a. D. Dr. Anette Niederfranke, Direktorin der deutschen Repräsentation der International Labor Organization (ILO), und Herr Al Daijy, stellvertretender Geschäftsführer für Beschäftigungshilfe beim saudischen Personalentwicklungsfonds brachten ihre Fachexpertise zum Thema Arbeitsmarkt ein.

In Europa sowie im Golf bemängeln Arbeitgeber, Hochschulen bereiten ihre Absolventinnen und Absolventen nicht optimal auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Arbeitsmarktes vor: Praxis-Kompetenzen und gute Soft-Skills fehlten den Absolventinnen und Absolventen,. Kreatives und kritisches Denken, Problemlösungskompetenz, Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Leistungsbereitschaft zählen zu den wichtigsten grundlegenden Kompetenzen, die Hochschulabsolventen in den anspruchsvollen, dynamischen und kompetitiven Arbeitsumfeldern des 21. Jahrhunderts benötigen. Entsprechende Soft-Skills und Arbeitsethik bei Studierenden zu steigern, sollte deshalb ein zentrales Ziel von Hochschulen sein. Auch eine gute Einbindung von Frauen auf den Arbeitsmarkt sowie eine Stärkung des Praxisbezugssollten sich Hochschulen und Arbeitgeber zum Ziel setzen. Nur wenn dies gelingt, werden alle Ressourcen zur Förderung von Kreativität und Innovationen genutzt, um wirtschaftliches Wachstum in einer wissensbasierten Gesellschaft langfristig zu sichern.

Die Experten waren sich einig, dass Arbeitsmarktreformen nur mittel- und langfristig Wirkung entfalten können. Lehre und Ausbildung müssen als lebenslanger, kontinuierlicher Prozess verstanden werden, der über Universitätsgrenzen hinausgeht. Für eine Entfaltung des Humankapitals bedarf es letztendlich sowohl eines nationalen Dialogs als auch eines Sozialpakts zwischen Privatsektor und Universitäten. Zudem müssten Lösungsansätze von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam entwickelt werden, da sie sich nicht einfach von einem Land iauf ein anderes übertragen lassen. Dennoch kann der duale Ausbildungsweg in Deutschland in der Gestaltung einer praxisbezogenen und angewandten Lehre Orientierung bieten. Die Vertreter aus Saudi-Arabien nahmen auch den Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft als Anregung aus Deutschland auf.

Tagungsbericht
"Absolventenstudien und Qualitätsmanagement: Best Practice an deutschen Hochschulen" am 28.10.2016 in München

An der Tagung haben über achtzig Personen aus Wissenschaft, Wissenschaftsorganisationen und  Hochschulen teilgenommen.

Weitere Informationen, Vortragsfolien und Bilder zur Tagung finden Sie hier.

Ausgabe 3/2016 der „Beiträge zur Hochschulforschung“ erschienen

Quoten erleichtern Frauen die Entscheidung zur Bewerbung auf eine Professur

Heft 3, 2016

Frauenquoten in der Wissenschaft können eine geeignete Möglichkeit sein, um Frauen den Schritt zur Bewerbung auf eine Professur zu erleichtern. Zu dieser Einschätzung gelangt Elke Wolf in ihrem Artikel, der in der neuesten Ausgabe der „Beiträge zur Hochschulforschung“ veröffentlicht ist. Ihrer Analyse zufolge führen eine geringere Risikobereitschaft und ein stärkeres Bedürfnis nach Planungssicherheit dazu, dass Frauen sich seltener auf eine Professur bewerben. Hinzu kommt, dass intransparente und unstrukturierte Auswahlprozesse die Erfolgschancen von Frauen reduzieren. Diesen und weitere aufschlussreiche Artikel enthält die neue Ausgabe der "Beiträge zur Hochschulforschung.



Dateien:
Beiträge zur Hochschulforschung - Ausgabe 3/2016
Einzelne Artikel dieser Ausgabe:

Speiser, Guido: Die Rolle des Bundes in der Hochschulfinanzierung
Wolf, Elke: Quote und Qualität – zwingend ein Widerspruch? Eine Analyse möglicher Effekte einer Frauenquote aus ökonomischer Perspektive
Best, Kathinka; Wangler, Julian; Schraudner, Martina: Ausstieg statt Aufstieg? Geschlechtsspezifische Motive des wissenschaftlichen Nachwuchses für den Ausstieg aus der Wissenschaft
Stumpf, Eva; Gabert, Zora: Bildungsverläufe ehemaliger Frühstudierender: Forschungsstand und Ergebnisse einer retrospektiven Studie
Bornmann, Lutz: Die Wirkung der Beiträge zur Hochschulforschung in den Zeitschriften, die für das Web of Science ausgewertet werden
Studie zur Hochschulforschung Ausgabe 87 erschienen

Erfolgreich im Studium, erfolgreich im Beruf: Absolventinnen und Absolventen dualer und regulärer Studiengänge im Vergleich

Band 87
Gensch, Kristina
2016

Absolventinnen und Absolventen dualer Studiengänge haben im Vergleich zu denjenigen regulärer Studiengänge bessere Studienabschlussnoten und nehmen häufiger ein universitäres Masterstudium auf. Dies sind wichtige Ergebnisse der soeben veröffentlichten Studie des Bayerischen Staatsinstituts für Hochschulfor-schung und Hochschulplanung (IHF). Die Studie analysierte Studium und Berufseinstieg von Absolventen dualer Studiengänge in den MINT-Fächern und in den Wirtschaftswissenschaften an bayerischen Hochschulen für angewandte Wissen¬schaften. Ihr liegen Daten von rund 220 Absolventen dualer Studiengänge und von rund 3.000 Absolventen regulärer Studiengänge zugrunde, die im Rahmen der repräsentativen Erhebung des Bayerischen Absolventenpanels (BAP) im Wintersemester 2011/2012 befragt wurden.

Interview mit Kristina Gensch - Erfolgreich im Studium, erfolgreich im Beruf: Absolventinnen und Absolventen dualer und regulärer Studiengänge im Vergleich (hochschule dual, 10. Mai 2016)



Dateien:
Gensch, Kristina: Erfolgreich im Studium, erfolgreich im Beruf: Absolventinnen und Absolventen dualer und regulärer Studiengänge im Vergleich

Jahresbericht 2015 des IHF erschienen

Jahresbericht 2015


Das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung hat seinen Jahresbericht 2015 veröffentlicht. Der Jahresbericht informiert über aktuelle wissenschaftliche Projekte am IHF zu den Themenbereichen Steuerung von Hochschulen, Studium und Studierende, Übergänge Schule – Hochschule – Beruf sowie Forschung und wissenschaftliches Personal.



Dateien:
Jahresbericht 2015

11. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung
6. bis 8. April 2016, Kardinal-Wendel-Haus der Kath. Akademie Bayern (München)

Die 11. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung zum Thema "Neue Formen der Governance in Hochschulen und Forschungseinrichtungen: Forschungsstand und -perspektiven" wurde vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung in den Räumen des Kardinal-Wendel-Hauses der Kath. Akademie Bayern ausgerichtet. 


Weitere Informationen, Vortragsfolien und Bilder zur Tagung finden Sie hier.

Bildungsbericht Bayern 2015
Mit einer Analyse des Übergangsverhaltens der bayerischen Studienberechtigten von der Schule zur Hochschule

Der vierte Bildungsbericht für Bayern beschreibt anhand ausgewählter Indikatoren die Situation im bayerischen Schulwesen und den angrenzenden Bildungsbereichen. Er wird im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst alle drei Jahre von der Qualitätsagentur am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung erstellt.

In Verantwortung des IHF wurde für den Bildungsbericht Bayern 2015 das Kapitel B 2.4 „Übergang von der Schule an die Hochschule“ erstellt. Inhaltlich wird in dem Kapitel zunächst die Entwicklung der Übergangsquote der bayerischen Studienberechtigten von der Schule zur Hochschule im Zeitverlauf dargestellt. Anschließend wird das Übergangsverhalten des Studienberechtigtenjahrgangs 2008 detailliert untersucht.