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Ausgabe 2/2017 der „Beiträge zur Hochschulforschung“ erschienen

Beiträge zur Hochschulforschung - Ausgabe 2/2017

Heft 2, 2017

Diese Ausgabe der Beiträge zur Hochschulforschung widmet sich einem breiten Spektrum an Themen. Die einzelnen Artikel befassen sich mit den Gründen für die Überschreitung der Regelstudienzeit aus Sicht der Studierenden, dem fachlichen Hintergrund und dem Führungsstil von Hochschulleitungen, der wissenschaftlichen Produktivität von Professorinnen und Professoren sowie der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie.



Dateien:
Beiträge zur Hochschulforschung - Ausgabe 2/2017
Einzelne Artikel dieser Ausgabe:

Penthin, Marcus; Fritzsche, Eva S.; Kröner, Stephan: Gründe für die Überschreitung der Regelstudienzeit aus Studierendensicht
Wilkesmann, Uwe: Metaphern der Governance von Hochschulen: Macht die fachliche Herkunft der Rektorinnen und Rektoren einen Unterschied?
Scherm, Ewald; Jackenkroll, Benedict: Führung in deutschen Universitäten. Eine Überprüfung des „Full Range of Leadership“-Konzepts
Rathmann, Justus; Mayer, Sabrina: Was beeinflusst die Produktivität von Professorinnen und Professoren? Eine Untersuchung individueller und organisatorischer Einflussfaktoren in der Psychologie
Krempkow, René; Sembritzki, Thorben: Die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie in Deutschland – Bestandsaufnahme aus Sicht von Hochschulen und Nachwuchsforschenden
Projektbericht

Unterstützung qualifizierter Berufstätiger ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung an bayerischen Hochschulen

Gensch, Kristina
2017

Bisher gab es wenige Erkenntnisse über das Studium qualifizierter Berufstätiger ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung an den bayerischen Hochschulen. Die aktuellen Ergebnisse einer Befragung des IHF geben Aufschluss über die Studierenden, deren Studienformate sowie die Ausgestaltung von Maßnahmen vonseiten der Hochschulen vor Studienbeginn, zum Studieneintritt und während des Studiums.



Dateien:
Gensch, Kristina: Unterstützung qualifizierter Berufstätiger ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung an bayerischen Hochschulen

Studie zur Hochschulforschung Ausgabe 88 erschienen

Flexibilisierung von Studienformen in Bayern

Band 88
Sandfuchs, Gabriele
2017

Die Publikation gibt einen Überblick über die Entwicklung des flexiblen Studiums in Deutschland und bestehende flexible Studienmöglichkeiten. Zudem stellt sie die diesbezüglichen Haltungen, Erfahrungen und Bedürfnisse der staatlichen bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften auf der Grundlage einer Befragung und von Interviews dar.



Dateien:
Sandfuchs, Gabriele: Flexibilisierung von Studienformen in Bayern

Stellenausschreibung
Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (E13 TV-L, 75%)

Nähere Informationen finden Sie hier.

Call for Papers der "Beiträge zur Hochschulforschung"
Themenschwerpunkt: Leistungsbewertung in der Wissenschaft

Mit der Reformierung des Hochschulsystems während der Jahrtausendwende rückte das Thema Leistungsbewertung in der Wissenschaft zunehmend in den Fokus von Hochschulforschung, Hochschulpolitik und Hochschulmanagement in Deutschland. Insbesondere der Wechsel von einem inputorientierten hin zu einem outputorientierten Steuerungsansatz der Wissenschaft, der verstärkt auf ein leistungsorientiertes Anreizsystem zielt, steht im Mittelpunkt vieler Debatten. Auf der einen Seite wird der outputorientierte Ansatz, der neben der Bewertung der Forschungsleistungen zusätzlich Anreiz- und Messsysteme im Bereich der Lehre und der Third Mission miteinbezieht, im Wesentlichen in Bezug auf die einhergehende Leistungsstärke und Attraktivität des Wissenschaftssystems als vorteilhaft angesehen. Hierbei wird vor allem das im traditionellen Ansatz fehlende Bewertungskonzept für Reputationsmöglichkeiten im Bereich der Lehrqualität als mangelhaft bezüglich geeigneter Anreize für einen Qualitätswettbewerb angesehen. Auf der anderen Seite werden die mangelhafte Ausgestaltung des neuen Steuerungsansatzes und der fehlende Theoriebezug kritisiert, da es bisher noch wenig wissenschaftlich fundiertes und konkretes Wissen zu diesem Thema gibt.

Die „Beiträge zur Hochschulforschung“ setzen an dieser Stelle an und widmen sich in einer eigenen Ausgabe den unterschiedlichen Facetten des Themas „Leistungsbewertung in der Wissenschaft“.

Frist für die Einreichung von Manuskripten ist der 1. Oktober 2017


Weitere Informationen finden Sie hier

Artikel in der aktuellen Ausgabe (04/17) von „Forschung & Lehre“ erschienen
Hochschule 4.0 - Die Zukunft der Hochschule erfinden

Stellenausschreibung
Praktika für Studierende

Nähere Informationen finden Sie hier.

Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017
Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland

Der BuWiN 2017 informiert über die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen die Qualifizierung und die Karriereentwicklung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nach dem Hochschulabschluss bis zur Promotion und in der anschließenden Phase weiterer Qualifizierung bis zum Übergang in eine dauerhafte Beschäftigung auf dem akademischen und nicht-akademischen Arbeitsmarkt. Das Schwerpunktkapitel analysiert das Thema Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere.

Der Bericht wurde von einem unabhängigen wissenschaftlichen Konsortium erstellt, dem das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) angehört. Das Konsortium wurde durch einen wissenschaftlichen Beirat unter Vorsitz von Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer beraten.

Weitere Informationen finden Sie hier (externer Link).

Studie im Rahmen des Bundesberichts Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017
Entscheidungen und Übergänge zur Promotion

Im Rahmen des BuWiN 2017 hat das IHF in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) die Begleitstudie „Entscheidungen und Übergänge zur Promotion“ erstellt. Eine umfassende Literaturrecherche zu dem aktuellen Forschungsstand sowie eigene empirische Analysen mit den Absolventendaten des DZHW ergaben unter anderem:

  • Promotionsquoten unterscheiden sich stark zwischen den Fächern: Während in der Humanmedizin (63 Prozent) oder den Naturwissenschaften (40 Prozent) die Promotionsquoten traditionell hoch sind, beginnen in den Geistes- und Kulturwissenschaften nur 9 bzw. 13 Prozent eines Abschlussjahrgangs eine Promotion.
  • Frauen und Absolventen aus nichtakademischen Elternhäusern nehmen seltener eine Promotion auf. Absolventen mit Migrationshintergrund hingegen ebenso häufig wie Absolventen ohne.
  • Der Weg zur Promotion stellt auch das Ergebnis spezifischer und aktiv gestalteter Bildungsbiographien dar: Personen mit überdurchschnittlichen Leistungen in Schule und Hochschule suchen und finden bereits im Studium die Nähe zur Forschung, etwa über Tätigkeiten als studentische Hilfskraft, und bauen so relevante Kenntnisse und Netzwerke auf.

IHF zu Gast in Riad
Deutsch-saudischer Expertendialog zu den Herausforderungen des Übergangs von der Hochschule in den Arbeitsmarkt

Wie gelingt es, Hochschulabsolventen bestmöglich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten? Diese Frage stand im Zentrum des vierten Expertengesprächs der Konrad-Adenauer-Stiftung in Saudi Arabien, das unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft in Riad und in Kooperation mit dem ehemaligen Schura-Rats-Mitglied Herrn Al Kurdi am 31.10.2016 in Riad stattgefunden hat. Als Bildungsexpertinnen diskutierten Frau Prof. Dr. Welpe, wissenschaftliche Leiterin des IHF, sowie Frau Dr. Al Ghamdi, Präsidentin und Gründerin der Chief Outsiders Group, bewährte und innovative Ansätze in der Hochschulbildung. Frau Staatssekretärin a. D. Dr. Anette Niederfranke, Direktorin der deutschen Repräsentation der International Labor Organization (ILO), und Herr Al Daijy, stellvertretender Geschäftsführer für Beschäftigungshilfe beim saudischen Personalentwicklungsfonds brachten ihre Fachexpertise zum Thema Arbeitsmarkt ein.

In Europa sowie im Golf bemängeln Arbeitgeber, Hochschulen bereiten ihre Absolventinnen und Absolventen nicht optimal auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Arbeitsmarktes vor: Praxis-Kompetenzen und gute Soft-Skills fehlten den Absolventinnen und Absolventen,. Kreatives und kritisches Denken, Problemlösungskompetenz, Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Leistungsbereitschaft zählen zu den wichtigsten grundlegenden Kompetenzen, die Hochschulabsolventen in den anspruchsvollen, dynamischen und kompetitiven Arbeitsumfeldern des 21. Jahrhunderts benötigen. Entsprechende Soft-Skills und Arbeitsethik bei Studierenden zu steigern, sollte deshalb ein zentrales Ziel von Hochschulen sein. Auch eine gute Einbindung von Frauen auf den Arbeitsmarkt sowie eine Stärkung des Praxisbezugssollten sich Hochschulen und Arbeitgeber zum Ziel setzen. Nur wenn dies gelingt, werden alle Ressourcen zur Förderung von Kreativität und Innovationen genutzt, um wirtschaftliches Wachstum in einer wissensbasierten Gesellschaft langfristig zu sichern.

Die Experten waren sich einig, dass Arbeitsmarktreformen nur mittel- und langfristig Wirkung entfalten können. Lehre und Ausbildung müssen als lebenslanger, kontinuierlicher Prozess verstanden werden, der über Universitätsgrenzen hinausgeht. Für eine Entfaltung des Humankapitals bedarf es letztendlich sowohl eines nationalen Dialogs als auch eines Sozialpakts zwischen Privatsektor und Universitäten. Zudem müssten Lösungsansätze von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam entwickelt werden, da sie sich nicht einfach von einem Land iauf ein anderes übertragen lassen. Dennoch kann der duale Ausbildungsweg in Deutschland in der Gestaltung einer praxisbezogenen und angewandten Lehre Orientierung bieten. Die Vertreter aus Saudi-Arabien nahmen auch den Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft als Anregung aus Deutschland auf.