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Wirksamkeit institutioneller Maßnahmen zur Senkung des Studienabbruchs (InMaSS)

Am 1. März 2017 startete das Forschungsprojekt „Wirksamkeit institutioneller Maßnahmen zur Senkung des Studienabbruchs (InMaSS)“. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderlinie „Studienerfolg und Studienabbruch“ für eine Laufzeit von drei Jahren gefördert.


Projektbeschreibung

In den letzten Jahren wurden viele Projekte und Initiativen an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften ins Leben gerufen, um den Studienerfolg zu erhöhen. Diese Maßnahmen zielen auf die Information, Beratung und Auswahl von Studieninteressierten einerseits und die fachliche und außerfachliche Unterstützung von Studierenden andererseits. Bereits vor dem Studienbeginn können Hochschulen Hilfestellung zur Orientierung leisten oder im Rahmen von Zulassungsbeschränkungen wie Eignungstests oder Numerus Clausus die für den Studiengang am geeignetsten Studierenden auswählen. In der Studieneingangsphase und im weiteren Studienverlauf können Maßnahmen zur fachlichen und außerfachlichen Unterstützung (Brückenkurse, Kurse zum wissenschaftlichen Arbeiten) sowie zur Integration der Studierenden (Peer-Mentoring) angeboten werden.


Maßnahmen von Hochschulen zur Steigerung des Studienerfolgs

 


Bislang gibt es für Deutschland noch keine Studien, die den Erfolg dieser Maßnahmen zur Steigerung des Studienerfolgs belegen können. Im Rahmen des InMaSS-Projektes werden aus diesem Grund folgende Fragestellungen untersucht:

  • Welche Maßnahmen ergreifen Universitäten um den Studienerfolg zu erhöhen?
  • Können diese Maßnahmen den Studienerfolg steigern bzw. den Studienabbruch reduzieren?
  • Benötigen einzelne Gruppen von Studierenden (nicht-traditionell Studierende, Studierende mit Migrationshintergrund, etc.) unterschiedliche Maßnahmen um ihr Studium erfolgreich abschließen zu können?

Das Forschungsprojekt geht über die übliche Betrachtung von Hochschulcharakteristika hinaus und untersucht institutionelle Maßnahmen der Hochschulen im Zusammenspiel mit individuellen Merkmalen der Studierenden. Dabei werden erstmals theoretische Überlegungen aus der schulischen Bildungsforschung in den Hochschulkontext übertragen. Hierdurch können bisherige theoretische Modelle zum Studienabbruch  erweitert werden. Die Untersuchung erfolgt auf Grundlage von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), welche unter Anwendung multivariater Analysemethoden einen detaillierten Überblick über das Abbruchverhalten von Studierenden im Zeitverlauf ermöglichen.
 

Projektleitung und -mitarbeiter

Dr. Susanne Falk
E-Mail: falk (at) ihf.bayern.de
Tel.: 089/21234-422

Dipl.-Soz. Christina Müller
E-Mail: mueller (at) ihf.bayern.de
Tel.: 089/21234-310

M.A. Maximiliane Tretter
E-Mail: Tretter@ihf.bayern.de
Tel.: 089/21234-418

 

Präsentationen

Dr. Susanne Falk: Vorstellung des InMaSS-Projekts auf der BMBF-Tagung "Studienerfolg und Studienabbruch" 8./9.6.2017 in Berlin

Maximiliane Tretter: Vortrag auf der "2nd International NEPS Conference" 5./6.10.2017 am Leibniz Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg


Veranstaltungen

BMBF-Fachtagung zur Förderlinie "Studienerfolg und Studienabbruch", am 8.- 9. Juni 2017 in Berlin. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.


Presse

"Bayern erforscht Gründe für Studienabbrüche", dpa-Dossier Bildung und Forschung, Nr. 19/2017


Förderlinie „Studienerfolg und Studienabbruch“

Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Förderlinie „Studienerfolg und Studienabbruch“ finden Sie hier.



Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PX16002 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin/ beim Autor.