Ausgabe 3/2009 der Beiträge zur Hochschulforschung erschienen
Absolventenstudien und ihre strategische Bedeutung für Studienqualität, Berufseinstieg und Profilbildung
Um die Bedeutung von Absolventenstudien geht es in den neuesten „Beiträgen zur Hochschulforschung“. Ausgabe 3/2009 fasst die Beiträge der Tagung „Hochschulen und Absolventen im Wettbewerb: Studienqualität – Berufseinstieg – Profilbildung“ zusammen, die das IHF im Mai 2009 in München veranstaltet hat. Auf der Tagung diskutierten Absolventenforscher mit Wissenschaftspolitikern sowie Vertretern aus Wirtschaft und Hochschulen über die strategische Bedeutung von Absolventenstudien. So liefern Absolventenstudien aussagekräftige Informationen über die Ausbildungsqualität von Hochschulen. Damit helfen sie den Hochschulen, ihre Stärken auszubauen, ihre Schwächen aufzufangen, sich gezielt im Wettbewerb zu positionieren und auf diese Weise ihr Profil zu schärfen.
Die Bedeutung von Praktika und studentischen Erwerbstätigkeiten für den Berufseinstieg
Die neue Studie des IHF geht der aktuellen bildungspolitischen Frage nach, ob studentische Praktika und Erwerbstätigkeiten zu einem reibungslosen Berufseinstieg führen. Andreas Sarcletti kann sich dabei auf die Daten des Bayerischen Absolventenpanels stützen, einer landesweiten und langfristig angelegten Befragung von Hochschulabsolventen, an der sich alle bayerischen Universitäten und staatlichen Fachhochschulen beteiligen. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere in Fächern mit weniger klarem Berufsbezug Praktika und studentische Erwerbstätigkeiten bei der Stellensuche nützlich sind.
Die Studie zur Hochschulforschung kann über den folgenden Link als PDF-Datei heruntergeladen werden:
Zwischenbericht zur Initiative „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ erschienen
„Wege zu mehr MINT-Absolventen“ heißt eine auf drei Jahre angelegte Initiative, die die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) gestartet hat und die das Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Innerhalb der Initiative werden zehn Projekte an Bayerns Hochschulen gefördert, durch die mehr Interessenten für MINT-Studiengänge gewonnen und die Zahl der Studienabbrecher verringert werden soll.
Zur Halbzeit der Initiative ist jetzt ein Zwischenbericht erschienen, den zwei IHF-Mitarbeiterinnen verfasst haben und der ein überwiegend positives Zwischenfazit zieht. „Es gibt kein Allheilmittel gegen Studienabbruch“, resümierte Institutsleiter Prof. Hans-Ulrich Küpper, als er den Bericht gemeinsam mit Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am 11.11.2009 der Öffentlichkeit vorstellte. „Studienabbruch tritt in unterschiedlichen Studienphasen auf und muss von den Hochschulen mit unterschiedlichen Maßnahmen angegangen werden.“
Der soeben erschienene Bildungsbericht für Bayern enthält erstmals ein Kapitel zum Übergang zwischen Schule und Hochschule, welches das IHF in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Wissenschaftsministerium erarbeitet hat. Ziel des Bayerischen Bildungsberichts ist es, anhand empirisch gesicherter Daten das bayerische Schulwesen in seinen zentralen Aspekten systematisch zu beschreiben. Der aktuelle Bericht legt besonderen Wert auf eine Darstellung der Informationen nach Regionen und wurde vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung im Auftrag des Bayerischen Kultusministeriums erstellt.
Die regionale Mobilität bayerischer Hochschulabsolventen ist das Thema des ersten „IHF kompakt“. Diese neue Publikation des IHF erscheint in elektronischer Form und enthält kurze Analysen und Informationen aus einem aktuellen Projekt des Instituts. „IHF kompakt“ wird in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht und per E-Mail verschickt. Hier können Sie die erste Ausgabe kostenlos herunterladen:
IHF begleitet Erhebung von Studienbeiträgen mit Monitoring
Mit einem Monitoring begleitet das IHF die Erhebung von Studienbeiträgen an bayerischen Hochschulen. Das Konzept für das Monitoring – das sich auf andere Bundesländer übertragen ließe – berücksichtigt fünf Parameter: Wie entwickeln sich die Studienanfänger- und die Studierendenzahlen nach Einführung der Beiträge? Wandern Studierende aus Bayern in Bundesländer ohne Studienbeiträge ab? Hat sich die soziale Zusammensetzung der Studierenden gewandelt? Wie finanzieren sie ihre Beiträge – aus privaten Mitteln oder mit Darlehen? Wofür werden die Studienbeiträge in den Hochschulen verwendet, und welche Mitspracherechte haben dabei die Studierenden?
Kommendes Jahr werden die Ergebnisse in der Reihe „Studien zur Hochschulforschung“ veröffentlicht.
In eigener Sache
Neues Erscheinungsbild
Die aktuellen Publikationen des IHF haben ein neues Erscheinungsbild.
Wichtigste Änderung bei den Beiträgen zur Hochschulforschung sind die Namen der Autoren und die Kurztitel auf dem Umschlag: Damit soll auf einen Blick über den Inhalt der wissenschaftlichen Zeitschrift informiert werden. Weiterhin steht die Farbe Grün als Erkennungsmerkmal für die Zeitschrift.
Rot bleibt die Farbe unserer Buchreihe. Neu ist der Name Studien zur Hochschulforschung, mit der die Monographie neue Reihe fortgesetzt wird.
Der Jahresbericht ist mit der Farbe Blau verbunden.